Sie ging in das Haus und bat ihn, zu warten.
Nach zehn Minuten—zehn Minuten, in denen er wie betäubt von seinem neuen Glück dagesessen hatte—kam sie zurück.
"Armes kleines Ding, sie hätte beinahe geweint. Aber ich habe ihr gesagt, sie solle es so machen, wie ich."
Da hielt er sich nicht mehr und nahm sie in seine Arme. Sie ließ es geschehen, daß er sie küßte.
Ernst, Würde, Fassung—Liebreiz, Güte, Harmonie, der Witz der Feinheit—ein außergewöhnlicher Verstand, ein unergründbares Herz: wie, alles dies besaß er plötzlich, ohne es sich erworben zu haben?—
Das letzte Glas stand vor ihnen. Der gelbe Wein schimmerte in der
Dämmerung.
"Auf unsere Liebe!—Dora!" rief er.
"Nein, auf die Freiheit unserer Liebe, die sie so schön macht!" sagte sie langsam, bevor sie trank.
XVIII.
Sie verließen den Garten.