XIX.

Er sah nach der Zeit: halb acht Uhr.

Also noch nicht drei Stunden waren vergangen, seit er zuletzt auf diesem Platze gestanden hatte!—

Fast begann er irre zu werden an der Wirklichkeit seines Glückes.

War es nicht alles ein Traum?

Wie wunderbar: er stand als Mann wieder auf der Stätte seiner
Kindheit. Vor Augenblicken hatte er sie wieder gesehen, nach
Augenblicken sollte sie—und voraussichtlich—für immer wieder
hinter ihm liegen.

Kurze Augenblicke im langen Leben—: noch die Zeit eines Tages nicht war vergangen. War sie vorüber, so faßten ihn wieder die Hände seiner Welt.

Alles war wunderbar.

Nur einen Menschen vielleicht gab es in dieser Stadt der Kleinheit, der Selbstgefälligkeit, der Enge, nur einen einzigen wirklichen, eigenen, freien Menschen, mit dem er zusammen zu leben vermochte— und diesen Menschen hatte er gefunden! Seltsamer Zufall!

Hier gefunden—nicht in der Länge der Zeit, die auf kleinem Räume alle Menschen, die ihn bewohnen, einmal aneinander vorüberzugehen zwingt, nein, durch den seltensten Zufall der Welt, an den Grenzen dieses Raumes, in der Freiheit der Natur, in der stillsten Stunde, die keiner ihnen störte.