»Gnädiges Fräulein, Sie sind die geborene Herrscherin. Sie wollen herrschen und beherrschen. Dazu bedürfen Sie der Menschen und des Geldes.«

»Sie mögen recht haben.« Sie erhob sich hastig. »Kommen Sie, ich sehe dort Herrn und Frau Direktor Westphal und möchte sie begrüßen.« — — —


»Ich weiß nicht — ich möchte lieber doch direkt nach Hause fahren.«

»Aber gnädiges Fräulein, die Verabredung ist getroffen. Was würde man sagen, wenn ich ohne Sie ins Esplanade käme. Nein, das ist unmöglich! Sie haben doch gesehen, wie Frau Thea sich mit Ihnen gefreut hat.« Er stürzte auf das anfahrende Auto zu, öffnete den Schlag, und half ihr hinein.

»Überhaupt nach solch einem Abend muß man noch ein wenig in angenehmer Gesellschaft zusammen sein, und ich muß gestehen, ich preise den glücklichen Zufall für dieses Zusammentreffen. Denn ohne die Familie Westphal hätte ich das Vergnügen, mit Ihnen zu Abend speisen zu können, doch wohl nicht gehabt.«

Sie sah im fahlen Schein der vorüberhuschenden Glühlampen seine lauernd auf sie gerichteten Blicke. Und wieder kam ihr die prickelnde Lust, ihn zu quälen und zu reizen, um ihn dann von sich zu stoßen.

Sie lachte ihr girrendes Lachen. »Vielleicht — — —«

»Oh — dann — darf ich dem Schofför — —?«

»Nichts dürfen Sie, wir fahren ins Esplanade, wie besprochen, Sie haben ja selbst noch eben gesagt, daß es unmöglich ist, die Verabredung nicht einzuhalten.«