Lotte, glücklich im Gedanken an die nahe Vollendung ihres Werkes, stand und prüfte ihre Arbeit. Würde es die beabsichtigte Wirkung haben?

Die Wirkung nach beiden Richtungen?

War sie frei geworden vom Banne des Häßlichen, das wie eine Kette sie umgürtet hatte?

Sie atmete tief auf.

Ja, frei, ganz frei.

Durch ihr Werk oder durch seine Liebe?

Sie lächelte, reckte mit tiefem Atemzug die Arme empor, verschlang sie auf ihren Kopf und warf sich auf das Ruhebett.

Und nun kam das Glück, das märchenhafte Glück. Ihr Werk in der Ausstellung. Ihr Name in aller Munde. Emporgehoben aus der Schar der Mittelmäßigen, gestellt neben die Großen.

Und die Wirkung des Werkes auf die Menschen?

Würden sie sich erkennen in diesem fratzenhaften Ungeheuer? Würde Grauen und Entsetzen sie packen, sich so gegeißelt zu sehen? Würden sie Einkehr halten und ihr Inneres reinigen von Schmutz und Schlacken?