Arno Stürmer steht vor ihr.
»Ich hatte geträumt.«
»So habe ich gestört?«
»Sie störten mich in meinem Glück.«
»Das würde ich mir nie verzeihen. Möchte ich doch so gern das Füllhorn des Glückes über Sie schütten.«
Seine Blicke ruhen fragend auf ihrem Antlitz. Dann schweifen sie ab und bleiben auf dem Werk haften. Er zuckt zusammen und sieht sie erstaunt an. Dann tritt er näher an das Werk, schaut und schweigt. Und dann bricht er los, laut und schallend schreit er sie an: »Das haben Sie geschaffen? Dies ist Ihr Werk? Da haben Sie es ja, das Glück, das große Glück. Und ich will mich unterfahren Ihnen Glück zu schaffen? Sie, Sie tragen das Glück ja in sich, Ihr Glück ist Ihr Künstlertum — — ich beuge mich vor Ihrem Können, Fräulein Wunsch.«
»Meinen Sie wirklich, daß die Kunst allein Befriedigung gewährt?«
»Dem wahren Künstler unbedingt.«
»Und das Verlangen nach Liebe?«
»Aufregung, Rausch, Austoben — erhöht die Künstlerschaft! —«