»Sie sprechen als Mann!«

»Auch bei der Frau wird es so sein, wenn sie eine wahre Künstlerin ist. Lotte,« er ist nahe an sie herangetreten und sieht ihr leidenschaftlich in die Augen, »Lotte — ich liebe Sie, seit jenem Abend, als ich Sie im Ihrem Flammenkleide sah, verzehrt mich die Sehnsucht. Lotte« — er umschlingt sie und will sie an sich ziehen — »laß uns versinken in Flammen, zwei Künstlernaturen wie wir — — alle Flammen der Leidenschaft springen auf — —«

Da ist sie wieder und schlägt an ihr empor. Die Begierde!

Sie wehrt ihn von sich. Blaß, mit ausgestreckter Hand, weist sie auf ihr Werk. »Wie ich es verabscheue, dieses maßlose Begehren.«

»Und bist doch selbst ein einziges fieberndes Verlangen.«

»Nein, nein,« schreit sie auf. Dann bedeckt sie ihr Gesicht mit den Händen und stöhnt auf.

»Du liebst einen andern.«

Da nickte sie stumm.

»Und er nimmt dich nicht in seine Arme, er läßt dich —«

»Lassen Sie mich jetzt allein,« sagt sie kalt und beherrscht.