»Was kümmert Sie das?«
»Ich dulde es nicht!« und er hebt die Waffe gegen sie.
Sie bleibt ruhig stehen, und hat nur das eine Wort: »Pfui!«
Da sinkt der ausgestreckte Arm, und er sagt tonlos: »Gehen Sie, gehen Sie schnell —«
Und sie geht. Geht langsam, ruhig und hoheitsvoll ihren Weg. Ist zehn Schritte gegangen, da kracht ein Schuß. Ein Zittern fährt durch ihre Ruhe. Hat er die Waffe gegen sich selbst gerichtet? Sie bleibt stehen. Alles tot und still, und ringsum kein Mensch. Nur er und sie. Sie lauscht atemlos.
Sie fühlt — fühlt etwas, das sie rückwärts zwingt, sie wendet sich um. Da liegt eine Gestalt am Wege — ein langer, dunkler Streif — lautlos und still. Mit schweren Schritten geht sie zurück. Und sie starrt auf die Gestalt zu ihren Füßen. Ein dünner, roter Streifen sickert langsam aus dem schwarzen Tuch, an der Stelle des Herzens hervor. Die Rechte umspannt fest den Revolver.
Sie lauscht atemlos.
Und ringsum kein Mensch.
Nur er und sie.
Zwei gebrochene Augen suchen den Himmel.