»Erst werden wir ein Konzert besuchen, in welchem die Hempel singt.«

»Oh, wonderfull,« sie klatschte in die Hände — »und dann —«

»Ja, das ist eine Überraschung, kann ich noch nicht verraten.«

»Aber bin ich auch richtig gekleidet, look at me?« Sie war aufgesprungen, stellte sich in die Mitte des Zimmers und drehte sich langsam gleich einer Mannequin herum.

Ihren schlanken zierlichen Körper umspannte gleich einer Haut ein weicher, grasgrüner Seidenstoff, jede Linie scharf abzeichnend. Der schlanke Hals, um den eine dreifache Perlenschnur gewunden war, tauchte gleich einer Lilie aus dem grünen, zarten Gewebe, welches den spitzen Ausschnitt umgab, hervor.

Übermütig blitzten ihm die braunen Augen aus dem leicht gepuderten, pikanten Antlitz entgegen.

»Immer allright, Miß Webb.«

»Eigentlich hätten Sie dieses Konzert auch besuchen müssen, Fräulein von Wangenheim, so etwas sollten Sie sich nicht entgehen lassen.«

»Gnädiges Fräulein interessieren sich für Musik?« und er neigte sich zu Gerda von Wangenheim.

»Ich studiere Gesang.«