(5 km) Nickelsdorf (755 m), 500 E. Der östliche Teil des Ortes liegt unmittelbar auf der Kammlinie (Wasserscheide der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort befinden sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe« und »Tropschuh's Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache nach Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 km).
Die Straße wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab, wir aber schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von Nickelsdorf (die Dorfstraße) geradeaus hindurch.
Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei Katharinaberg und die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am Ende des Ortes schöner und umfassender Blick ins Schweinitztal mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf, Deutsch-Katharinaberg (beide letztgenannte in Sachsen).
Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab und wir betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf der wir l. mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum Wildzaun (l. Pfosten 25) gelangen.
Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von Nickelsdorf.
Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem nach r. abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 m hoch am Wildzaune (l.) und am Fuße des (l.) Adelsberges (901 m) in nordwestlicher Richtung. Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun (das Tor wieder schließen!); l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten 37, r. Pfosten 6. Der Weg senkt sich etwas. Nach etwa 6 Min. von der Straße an Wegkreuzung. Wir bleiben weiter auf unserem Wege, der sich nach l. wendet, während der querende Weg r. in eine gerade Schneise mit Blick auf eine ferne sächsische Ortschaft abfällt, l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun in einiger Entfernung der erstbemerkte Wildzaun verläuft.
Nun folgen l. Stein 109, weiter l. Stein mit den Buchstaben U. L. und nach etwa 100 Schritten neue Wegkreuzung. R. ein Weg zurück und ein Weg (unser bisheriger) gerade aus. Wir steigen l. ziemlich steil gegen den Adelsberg hinauf.
Mit jedem Schritte wird die Aussicht (Rückblick) umfassender und zeigt schließlich folgendes prächtiges Bild: Ueber dem Walde im Vordergrunde geradeaus der Gebirgskamm mit den kammstehenden Häusern der Orte Nickelsdorf und Gebirgsneudorf, hinter ihnen der kahle, flurstreifige Wachhübel (765 m), gerade dahinter aus dunklem Walde aufragend der eiserne Turm des 774 m hohen Haselsteines (erbaut vom Brüx-Oberleutensdorfer Erzgebirgsverein) und l. hinter diesem der 849 m hohe, flachgewölbte Wolkenhübel, über den uns der Kammweg von Göhren herübergeleitet hat, l. dahinter die schöne Kuppe des Schwarzen Berges und r. dahinter der dominierende, 956 m hohe Wieselstein, an dessen Südabhang die Strobnitz (853 m) und der Ossegger Spitzberg (661 m) zur Ebene absteigen. Hinter diesen schiebt sich noch die Koulisse des Mückenberges hervor, r. ragen das Elbe- und Mittelgebirge auf mit dem Donnersberge und seinen Trabanten. L. senkt sich das Schweinitztal mit den vorher genannten und anderen Ortschaften nach Sachsen hinein, wo in weiter Ferne die Bergstadt Sayda und westlich ein ferner Berg sich deutlich abheben. Näher im Norden ragt der Katharinaberg mit der gleichnamigen Stadt malerisch empor. Eine herrliche Ausschau!
Weitersteigend treten wir in den Hochwald ein und erreichen die Höhe von 900 m. Unser Weg mündet bald auf eine von l. kommende Straße, die wir nach r. verfolgen. L. kleine Quelle, r. Steinbruch mit Holzhütte. Bald dahinter Weggabelung: die Straße wendet sich l. Wir schlagen den r. abzweigenden Fahrweg zwischen Pfosten 34 und 35 ein.