Die Straße macht nun eine scharfe Wendung nach r., tritt in den Wald ein und steigt langsam zur Wasserscheide an, auf der sie genau weiterführt. L. Pfosten 15 und 16. Bald aber unterfließt ein Bächlein die Straße von r. nach l. und nach 1½ km kommt von r. ein stärkerer Bach, der Aubach, und unterquert gleichfalls die Straße (799 m), r. Tafel 20, Revier Neuhaus, l. Tafel 17, Revier Ladung. Hier biegt die Straße scharf nach l., wir verlassen sie und wenden uns dem scharf r. abzweigenden Sträßchen zu, das zuerst durch hohen Bestand, dann jungen Bestand sanft ansteigend (l. Pfosten ¹⁹/₂₁, r. ²⁰/₂₁) nach l. sich wendet, im hohen Bestand bald mit einem andern Fahrweg sich vereinigt und r. wendet (r. Abzweigung eines Fahrweges). Kammweg wendet sich im Jungbestand nach l. und übersetzt einen Wasserlauf der von l. kommt (Aubach). Von hier steigt das Waldsträßchen stark an bis zur Weggabelung, wo der Kammweg gerade aus als Fahrweg weiter geht, während sich das Waldsträßchen nach l. wendet. Bald ist ein Hauptschneisenkreuz erreicht, wo r. Pfosten 25 steht. Auf der r. abbiegenden Schneise weiter bis r. Pfosten 14 erreicht wird. Gegenüber bei Pfosten 16 wendet sich der Kammweg rechtwinkelig ab auf eine Nebenschneise bei Stein 224 vorbei, bald im Hochwald, der bis zur Bezirksstraße Göttersdorf–Kallich geht, wo der Kammweg auftrifft, unweit kl. Beerhübel an der Grenze der Forstreviere Neuhaus (Domaine Görkau) (nach Göttersdorf zu) und Ochsenstaller, r. Abteilung 16, l. Abteilung 15, bei Telegraphenstange 106. Zwischen Telegraphenstangen 115 und 116 an der scharfen Biegung nach l. ein Bildstock mit Bild des weißen Hirsches, r. Pfosten 16 und 17. Revier Ochsenstaller 18 grenzt mit Revier Kallich 22 r. und 21 l., weiter die Reviergrenzen Kallich 19/20, 23/22 und bei Telegraphenstange 145 die Reviergrenzen 18/19, 24/23. Wegweiser nach Gabrielahütten 1 Stunde und Göttersdorf 2 Stunden. Bei Telegraphenstange 183 das Gemeindeamt und Kirche, bei Telegraphenstange 199 Gasthaus zur Hoffnung, bei Telegraphenstange 200 Gasthaus zur Post, Gasthaus zur Einigkeit (Oberlehrer).

(19 km) Kallich, 721 m, 1012 E., liegt in einer weiten Mulde und gewährt mit den anstoßenden sächsischen Ortschaften Ober- und Nieder-Natschung und Rübenau einen imponierenden Anblick. Hat ein Emaillewerk und Spielwaren-Hausindustrie. Bei Kallich gibt es inmitten der Gneismassen Lager von Urkalk, woher der Name kommt.

Vom Gasthof zur Einigkeit, wo die kleine Straße nach Görkau abgeht, auf der Reitzenhainer Straße schwach ansteigend durch die Häuserreihe bis zum Hochwald (Revier Natschung, Pfosten 27). Ausblick nach Sachsen und den zunächst gelegenen Häusern von Ober-Natschung. Sofort nach Eintreten in den Wald l. ab und über Werkgraben, bei Weggabelung gerade aus (nicht r.) ansteigend, erst in hohem Bestand, dann im Jungholz über Wiese nach Heinrichsdorf an Gasthaus von Kosch vorbei. Auf der Dorfstraße abwärts in 5 Min. bis zur Natschungbrücke und 100 m hinter letztem Haus (Nr. 48) r. ab an den Waldrand (Revier Natschung, l. Pfosten 26, r. Pfosten 27). Nach etwa 200 m r. ab, etwa 200 m, dann l. ab in Schneise, Revier Neuhaus; auf dieser zum Teil steil ansteigend nach Stein A (787,7 m), wo Reviere 3/21 4/22 angrenzen, und weiter zum Wildzaune mit Tor und Treppe. R. ab nach Annasäule auf den Steinhübel. Im Wildpark erst Blöße l., dann Jungholz, sanft abwärts bei Pfosten 35 r. Blick auf den Alten Teich l. Noch 300 m durch hohen Bestand zum Zaun des Forsthauses Neuhaus (25 km). Durch Gehöft und Zaun l. hinab und 100 m unter der Zaunecke r. durch Unterholz über den Bach (Ablauf des neuen Teiches), von wo man steil aufwärts über Schneise und Waldweg zum Wildgattertor mit Treppe heraus auf den großen Fahrweg gelangt, der zunächst (ca. 400 m) am Wildzaun entlang führt, dann l. abzweigt und von dem ab Fußsteig dann hinabführt in das Flößbachtal. Hier kreuzt man den Grundtalweg von Komotau nach Reitzenhain. (Es lohnt ein Abstecher nach (l.) der sog. Hölle (Felsschlucht mit Brücke über den herabstürzenden Bach. Hin- und Rückweg etwa 25 Min.)

Will man den nicht zu langen Rückweg von der Hölle aufwärts sparen, so kann man weiter hinab zum Assigbach gehen und entlang desselben auf der Straße hinaufsteigen nach Sebastiansberg; umsomehr zu empfehlen, da der Kammweg ziemlich viel verlorene Steigung enthält.

Der Kammweg führt nun über die Bachbrücke, dann hinauf in den Wald und wieder hinab zum Assigbach, wo zunächst Straße nach Reitzenhain (6 km) getroffen wird, über eine Treppe zur Grundtalstraße bei der Brücke über kleinen Assigbach, Haulmühle, Görgmühle vorbei, unter der hohen Eisenbahnbrücke hindurch, etwa 1 km bis zur Bahnhofstraße, auf welcher man zur Stadt (31 km) Sebastiansberg gelangt.


5. Abschnitt.
Sebastiansberg–Keilberg (31 km).

Zugangswege: Von Sachsen und Böhmen aus: Eisenbahnlinie Reitzenhain–Komotau mit Station Sebastiansberg.

Die Königl. Bergstadt Sebastiansberg (841 m, 1995 E.) liegt auf dem sog. Paßberg und wird daher im Volksmunde kurz »Baßberg« genannt. Sie wurde etwa in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gegründet, als hier der Bergbau auf Silber und Kupfer aufgenommen wurde. Die Stadt ist in regelmäßigen Quadraten angelegt. Für Ausbeutung der großen Torflager ist seit 1898 eine Moorkulturstation hier eingerichtet worden und erhielt diese wie die Korbflechtschule im Jahre 1906 ein neues Gebäude. Gasthäuser: Löwe, Krone, Adler, städt. Rathaus.