Zugangswege: Zum Keilberg gelangt man von den Eisenbahnstationen Schmiedeberg und St. Joachimsthal in Böhmen oder von Oberwiesenthal in Sachsen. Von St. Joachimsthal verkehrt eine Fahrpost nach Wiesenthal, die man benutzen kann bis dahin, wo die Straße zum neuen Haus abzweigt. Im Sommer ist für die Karlsbader Kurgäste ein täglicher Omnibusverkehr von Bahnhof Joachimstal zum Keilberg eingerichtet.
Vom Unterkunftshause auf dem Keilberg benutzt man zunächst die neue Bergstraße, welche uns zu der (bei Gasthof Hofberg) verlassenen Reichsstraße (km 27,38) führt. Auf dieser Straße vorbei bei den Sonnenwirbelhäusern (km 26,9 und 26,7) dorthin, (km 25,7), wo die von Sachsen (Oberwiesenthal) kommende Straße rechtwinkelig einmündet.
Es hat sich notwendig gemacht, hier eine Abzweigung des Kammweges einzuführen und zu bezeichnen. Diese einzige Ausnahme bedingt die über 300 m unter dem Gipfel des Keilberges liegende sächsische Stadt Oberwiesenthal, die höchstgelegene Stadt Deutschlands, und das in Böhmen benachbart gelegene Städtchen Wiesental.
Ein steiler Fußsteig führt vom Keilberg hinab zur Kaiserstraße, welche man nahe dem Kilometerst. 29 überschreitet und auf steilem Fußsteige dann hinab zur Mühle an der Reichsgrenze (Stein 424) gelangt.
Vom Keilberg kann man auch die Bergstraße benutzen bis zur Kaiserstraße und auf dieser (von km 27,38) bis zu dem erwähnten Kilometerstein 29 auf bequeme Weise mit Umweg gelangen. Will man auch den weiteren steilen Abstieg vermeiden, so folgt man der Kaiserstraße weiter bis zum Gasthause zum Hofberg (siehe 5. Abschnitt) und kann auf der Kaiserstraße hinab nach Böhm.-Wiesental (900 m, 1156 E.) gelangen. Auf dem als Kammweg markierten Fußsteige oder auf der Straße erreicht man in etwa 1 Stunde von der Höhe des Keilberges die nur durch den hier die Reichsgrenze bildenden Bach getrennte sächsische Stadt Oberwiesenthal (Markt 918 m, 1799 E.) mit anstoßendem Städtchen Unterwiesenthal (723 E.)
In Oberwiesenthal auf dem Markte ein sehenswertes Alpinum mit Pflanzen des Erzgebirges und Alpengebietes; Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, Klöppelei.
Gasthäuser: Rathaus, Stadt Karlsbad mit einem Logierhaus und Badehaus, Deutscher Kaiser.
Starker Besuch von Touristen im Sommer und Wintersportfreunden, weshalb auf der Nebenbahn von Cranzahl auch Sonderzüge abgelassen werden.
Die größte Zahl aller nach Oberwiesenthal kommenden Fremden besucht beide höchsten Berggipfel des Erzgebirges (Keil- und Fichtelberg) oder mindestens den Fichtelberg, der bequem auf Fußweg beim Springbrunnen vorbei oder auf der steileren für die Hörnerschlittenfahrt hergestellten Fahrbahn in 1 Stunde erstiegen werden kann.