Der Kammweg folgt dieser = blau/rot markierten Straße vom Kilometerstein 29,3 bis Kilometerstein 28,2 durch das Dorf Steinbach (840 m, 216 E.). In seiner Umgebung erblicken wir neben einigen Torfstichen zahlreiche Halden als Ueberreste des früher in der Umgebung von Eibenstock rege betriebenen Saifenbergbaues auf Zinn, welcher die Zersetzungsprodukte der zinnhaltigen Erzgänge des Granites erschloß.

Von hier verläßt der Kammweg die Straße, um einem blau-rot markierten Waldweg zu folgen, der zwischen den Torfstichen r. abzweigt und bei einigen einzelstehenden Häusern – Sauschwemme genannt – an der Wegetafel 107 vorbei zu dem × blau/weiß markierten Hauptflügel 31 führt, einem Wirtschaftsstreifen, der von Norden nach Süden über den 1018 m hohen Auersberg gelegt ist. In bequemem Anstieg und nach einer etwa 10 km langen Wanderung auf sächsischem Gebiete gelangen wir bei Wegetafel 112 zu dem alten Aussichtsturme auf den dritthöchsten Gipfel des Erzgebirges – Unterkunftshaus daneben in Errichtung. – Betr. Aussicht siehe Berlet's Erzg. R. VIII.

Nicht zu verfehlen ist der Abstieg auf dem (überdies × blau/rot markierten) Zickzackweg nach Wildenthal (720 m, 397 E.) eine sehr beliebte Sommerfrische, auch viel besucht von den Bewohnern des wohl eines Besuches werten Städtchens Eibenstock. Nach etwaigem Aufenthalt in dem viel besuchten Gasthof zu Wildenthal setzt man die Kammwegwanderung fort und folgt (der Angabe auf der großen dort aufgestellten Orientierungstafel gemäß) zunächst der Johanngeorgenstädter Straße aufwärts bis dahin (unterhalb des stattlichen Forstgehöftes), wo wieder eine Wegetafel anzeigt, daß die r. abzweigende Straße nach Frühbuß und Sauersack eingeschlagen werden muß. Sie bildet zugleich, als || gelb/weiß markiert, den die Straße abkürzenden, bei Kilometerstein 1,6 l. abzweigenden Weg nach Weiters Glashütte (und Weiters Wiese), sowie den Kommunikationsweg nach Carlsfeld, welcher ( = rot/gelb markiert) bei Kilometerstein 2,9 von unserer Hauptstraße r. abbiegt. Bei Kilometerstein 3,8 erreicht die Straße Weiters Glashütte (eine alte Glashütte) mit Zollhaus, doch verlassen wir dieselbe bei Kilometerstein 4,0, um dem gelb weiß markierten Wege nach Weiters Wiese zu folgen; dies sind einige Waldwärterwohnungen an der || blau/weiß markierten Waldstraße, welche von Carlsfeld kommt.

Carlsfeld (1781 E.) mit interessanter kleiner Rundkirche, Glashütte etc. ist Endstation der von Wilkau über Wilzschhaus kommenden Flügelbahn.

Wir treffen die Waldstraße bei Wegetafel 109 a und folgen ihr etwa 10 Min., wo wir bei Wegtafel 109 b einen l. abgehenden Fußweg erreichen, der direkt hinein führt in den Großen Kranichsee, das größte Hochmoor des Erzgebirges. Für die Besichtigung empfiehlt sich Vorsicht; bei trockener Jahreszeit kann man bis zu den Landesgrenzsteinen, die sich mitten durch den See ziehen, gelangen.


8. Abschnitt.
Gr. Kranichsee–Zwota (29 km).

Zugangswege: a) von Sachsen: Bahnlinie Wilzschhaus–Carlsfeld; Endstation nach dem Kranichsee 3 km. b) von Böhmen: Bahnlinie Karlsbad–Johanngeorgenstadt. Von Station Hochofen über Frühbuß oder von Neuhammer über Hirschenstand 13 km.