(5 km ) Willersdorf, früher Wilhardsdorf, meist Neudörfl genannt, zählt 52 Häuser und liegt im Hochtale des Fleyhbaches (Flöha). Gasthaus des Paul Meyer.

Beim Eintritte in den Ort, Wegweiser 150, an einer Mühle vorbei bis zum etwas abseitsstehenden (r.) Hause Nr. 8 des Alwin Mayer, Fleischer. Hier über die Brücke auf das l. Ufer der Fleyh. L. Wegweiser 229 nach Neustadt und wir schreiten auf der Straße bei Wegweiser 225 und 226 abwärts. R. Gasthaus und Fleischerei des Paul Mayer. Bald über die Steinbrücke wieder auf das r. Ufer des Baches und die Dorfstraße hinab bis zur Wegteilung mit steinernem Kreuze ( H. E. 1809) und Wegweiser 305 (n. Fleyh). Hier folgen wir dem Fahrweg links geradeaus, während nach r. ein Weg abzweigt, kommen an den Steinen 167–154 vorbei bald in den Wald und gerade aus, weder r., noch l., weiter, nach wenigen Minuten wieder freie Flur, liebliche Mulde mit dem Kirchorte Fleyh. R. stehen später 2 Kreuze mit Wegweiser 151, 152, weil Weg r. von Grünwald einmündet. Wir bemerken zahlreiche Granitblöcke, wir sind ins Granitgebiet eingetreten. Bald nachher über die Brücke des Motzdorfer Baches und in den Ort hinein.

(8 km ) Fleyh (729 m, 490 E.) hat eine im Jahre 1653 erbaute hölzerne Kirche, die Bewohner beschäftigen sich meist mit Viehzucht, Ackerbau, Holzarbeit und Handel (6 Sägemühlen). Gasthaus zur Sonne und Touristenhotel zur Mühle. Forellen-Schmaus! (Berlet, Erzg. R. IV.)

Beim Touristenhotel zur Mühle vorbei über die Fleyhbrücke (l.) mit Wegweiser 194, 195 r. die Straße den Bach entlang 2 km abwärts, bis die Straße eine scharfe Wendung nach r. macht. Wir folgen dem Wegweiser über Göhren nach Johnsdorf, indem wir l. durch den Wildzaun treten und die sogenannte Flösselstraße emporsteigen und uns immer entlang der Telephonleitung halten. R. der Geiersberg. Nach 1½ km kreuzt eine fast 5 km lange, ganz gerade Schneise mit Waldstraße unsern Weg, an deren nördlichem Ende das Jagdschloß Lichtenwald, am südlichen Ende das Forsthaus Georgshöhe erscheint (Wunderbare Perspektive). L. Wegweiser 911 (?) oder 811, nicht leserlich. Nun in der bisherigen Richtung weiter (l. Telephonstange 236). Bald zweigt r. rechtwinklig eine Straße ab, wir geradeaus. Es geht fast 4 km im herrlichen Hochwalde eben dahin. Auf einer Waldblöße wird l. der Wieselstein (956 m ) und der Schwarze Berg (888 m ) sichtbar. Hierauf kommen wir durch das stattliche Tor des Tiergartens hinaus, der Wildzaun verläßt uns gleich dahinter. L. führt eine Straße in den Rauschengrund, mit ihr die Telephonleitung, wir geradeaus fort. Es folgt Wegweiser r. nach Rauschenbach und in 2 Min. r. der (16 km ) Schwarze Teich (801 m ) in stiller Waldeinsamkeit auf dem Kamme. L. fällt das Terrain schroff zum genannten Grunde ab. Gleich hinter dem Teiche Wegweiser nach Bad Einsiedl, wir aber folgen unserer Straße, die einen scharfen Bogen nach l. macht, und kommen in 15 Min. aus dem Walde, wo r. das Forsthaus und später l. einige Häuser von (20 km ) Göhren sichtbar sind. Schöner Blick auf das Wieselsteinmassiv.

Wenige Schritte hinter dem Forsthause Wegweiser. Wir gehen auf dem hierdurch bezeichneten Fahrwege nach Deutsch-Einsiedel etwa 80–100 Schritte nach r. (schräg zurück!) l. runder St. 25, bis Weg mit Pfosten C /₂₀ und Verbotstafel nach l. abzweigt. Auf diesem nach S. Nach 5 Min. kommt ein Weg von r. Geradeaus weiter, dann r. Pfosten 20 und 17 und Stein 9 und Austritt aus dem Walde, gerade auf das mittlere Haus zu auf die Straße (auf dieser nach r.), die von Göhren am letzten (r.) Hause 34 vorbei westlich nach Böhm.-Einsiedl führt. Bald tritt sie in den Wald, führt dann sanft abwärts, bis sie nach 2½ km aus dem Walde tritt. Wir treffen l. Pfosten G /₁₆, E /₁₅, E /₂₀, dahinter zweigt eine Straße nach r. ab, wir links. Bald bietet sich uns ein schöner Anblick der Orte Böhm.-Einsiedl und Deutsch-Einsiedel dar, hinter letzterem der hohe Urs (Ahornberg) (833 m ) in Sa. In Böhm.-Einsiedl mündet unsere Straße auf die Bezirksstraße Brüx–Sayda ein bei Karl Reißig's Gasthaus. Wegweiser, Straßenkilometerstein 3. Nun die Straße r. im Dorf abwärts, vorbei l. an Hüttl's Schanknahrung, Finanzwache, Kriegerdenkmal, r. Postamt, Denksäule für Erzherzog Stephan, Schule, bis zum Hause Nr. 10 (Agentschaft und Feuermeldestelle), wo der Kammweg gegen Gebirgsneudorf weiterführt.

(24 km ) Einsiedl (760 m, 436 E.), hart an der sächs. Grenze am Schweinitzbache, treibt Spielwarenindustrie, reger Verkehr mit Sachsen. G.: Hugo Kunze's Gasthof, Hüttl's Schanknahrung. 2 km südlich nahe der Brüxer Straße der 774 m Haselstein mit 14 m hohem Aussichtsturm. Schlüssel in Hugo Kunze's Gasthof erhältlich.

Seitentouren: a ) Fleyh – Wieselstein – Langewiese – Strobnitz – Langewiese – Fleyh. In Fleyh über die Brücke und wenige Schritte auf der Straße abwärts, dann steilen Pfad l. aufwärts, der später in einen fast ebenen Fahrweg übergeht. Auf diesem erreicht man nach 3 km l. die Hortenwiese mitten im Hochwalde und nach dieser Wegkreuzung. Hier r. hinauf zum Wieselstein (956 m ). Aussicht der höchsten Felskoppe verwachsen, dafür schöne Aussicht auf einer etwa 200 Schritte südl. Felskoppe. Abstieg auf gleichem Wege, bei der Wegkreuzung aber nun geradeaus eben fort und nach einer halben Stunde aus dem Walde und nun über den freien Wolfsberg mit neuerdings schöner Aussicht nach Dorf Langewiese. Von hier auf blaugelbblau markiertem Wege zur (10 km ) Strobnitz (853 m ) (herrliche Aussicht auf das Teplitzer Talbecken) und wieder zurück nach Langewiese und nun auf der Straße nördlich nach Fleyh, insgesamt 19 km.

b ) Einsiedl – Deutsch-Einsiedel – Bad Einsiedel – Urs – Deutsch-Einsiedel – Einsiedl Auf der Straße über die Grenze nach D.-Einsiedel (513 E.) und die Saydaer Straße 2 km hinauf, bis zum Kurhaus Heidelberg, wo 3 Min. r. von der Straße idyllisch inmitten dichten Waldes das gernbesuchte Eisen- und Schwefelbad Einsiedel mit sehr guter Restauration liegt. Wieder zurück zum Kurhaus Heidelberg die Straße kreuzend in südwestlicher Richtung durch den gleichnamigen Ort (s. Berlet, Erzg. R. VII a) mit sehenswerter Spielwarenindustrie auf den Urs (Ahornberg), 833 m, mit farbenprächtiger Aussicht und zurück südöstlich nach D.-Einsiedel und Böhm.-Einsiedl, zus. 10 km.

4. Abschnitt.
Einsiedl–Sebastiansberg (31
km
).

Zugangswege: a ) von Sachsen: Bahnlinie Freiberg–(Chemnitz)–Olbernhau–Neuhausen. Nach Einsiedl 6 km. b ) von Böhmen: 1. Bahnlinie Komotau–Bodenbach bis Haltestelle Johnsdorf. 2. Elektrische Bahn Brüx–Johnsdorf. Von Johnsdorf nach Einsiedl 9 km.