Bei dem oben bezeichneten Hause Nr. 10 westlich aus dem Orte, zum Hause Nr. 13 und 12 an letzterem Wegtafel (n. Gebirgsneudorf 4 km ). L. zweigt Weg ab, wir nach r. Der ziemlich gute Fahrweg schlängelt sich durch Felder und Wiesen, ein herrliches Tal dehnt sich sanft hinunter, freundlich schaut der sächsische Ort Bruderwiese herüber, vor uns im SW. blaut die über 900 m hohe Kammlinie des Bernstein und der Hübladung. Schöner Rückblick. Nach 20 Min. kommt (immer gerade fort) eine ½-stündige Waldwanderung und schon senkt sich unser Weg zwischen steinbesäten Fluren dem l. zur Kammhöhe emporstrebenden Gebirgsneudorf zu, das wir r. bei einer Schleiferei, l. bei Haus Nr. 133 betreten. Auf dem Waldwege von Gebirgsneudorf her bemerkten wir l. Pfosten E /₂₆, 6, 7, C /₃, r. Pfosten 7, 3, 8 und Stein 41.
(4 km ) Gebirgsneudorf, 700 m, 1788 E., langgestreckter Ort mit Spielwarenindustrie. Bestes Gasthaus am untersten Dorfende »Zum grünen Baum«. (S. Berlet, Erzg.-Wegweiser R. VII a.)
Seitentour: Nach Katharinaberg und zurück. Hinter dem »Grünen Baum« am Berg empor zum Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm, herab in die altertümliche Bergstadt Katharinaberg (Hotel Kronprinz Rudolf, einfach, aber gut) (s. Berlet, Erzg. R. VII a) und nun auf derselben Straße bei genanntem Turme vorbei in südöstlicher Richtung (l. immer schöne Aussicht auf Gebirgsneudorf und Einsiedl) in 1 Stunde an das obere Ende von Gebirgsneudorf und nach Nickelsdorf, wo wir beim Hause Nr. 19 (Rasierstube) auf den Kammweg treffen und uns nach r. wenden.
Unternimmt man die vorgenannte Seitentour nicht, so steigt man l. durch Gebirgsneudorf empor, r. Kirche, Ferd. Grumptmann, Gasthaus und Fleischerei, weiter oben Spar- und Vorschußkasse; l. Ferd. Neubauers Gasthaus, Schule, Gasthaus zur Linde, Postamt und schließlich (l.) Haus Nr. 125. Hier gegenüber verlassen wir den Ort, auf schmalem Steige durch die Wiesen, in 150 Schritten erreichen wir an der Straße Haus Nr. 19 in Nickelsdorf mit Rasierstube.
(5 km ) Nickelsdorf (755 m ), 500 E. Der östliche Teil des Ortes liegt unmittelbar auf der Kammlinie (Wasserscheide der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort befinden sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe« und »Tropschuh's Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache nach Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 km ).
Die Straße wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab, wir aber schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von Nickelsdorf (die Dorfstraße) geradeaus hindurch.
Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei Katharinaberg und die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am Ende des Ortes schöner und umfassender Blick ins Schweinitztal mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf, Deutsch-Katharinaberg (beide letztgenannte in Sachsen).
Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab und wir betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf der wir l. mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum Wildzaun (l. Pfosten 25) gelangen.
Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von Nickelsdorf.
Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem nach r. abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 m hoch am Wildzaune (l.) und am Fuße des (l.) Adelsberges (901 m ) in nordwestlicher Richtung. Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun (das Tor wieder schließen!); l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten 37, r. Pfosten 6. Der Weg senkt sich etwas. Nach etwa 6 Min. von der Straße an Wegkreuzung. Wir bleiben weiter auf unserem Wege, der sich nach l. wendet, während der querende Weg r. in eine gerade Schneise mit Blick auf eine ferne sächsische Ortschaft abfällt, l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun in einiger Entfernung der erstbemerkte Wildzaun verläuft.