"Man kann Alles bekommen, wenn Amtmann und Kerkermeister es erlauben und bringen, aber der Himmel ist hoch und der Rechte in Karlsruhe drunten; mit uns macht man, was man will!" klagt der Paul.

"Habe ich einmal recht Geld, dann will ich mich der verlassenen Gefangenen annehmen. Draußen denkt man eben nicht gerne an sie, ich habe es ebenfalls so gehabt, allein jetzt weiß ich, was es heißt, ein Gefangener zu sein!" sagt der Zuckerhannes.

"Ich glaube gar, unser Roßhannes da will verrückt werden. Woher soll denn Geld kommen, wenn Du es nicht stiehlst? Reiche Spitzbuben habe ich noch keine getroffen, mindestens nicht im Zuchthause!" versichert der Einäugige.

"Ich bin kein Narr und auch kein Spitzbube, mag keines von Beiden werden, aber Geld muß her, Geld regiert die Welt und ich weiß, daß ich noch Geld wie Heu bekomme!" lächelt der Zuckerhannes bedeutungsvoll.

"Ja, wenn Du deinen Kropf bis zum Bauche herab wachsen läßt, Dich dann in einen Kasten stellst und dem Publikum um Geld zeigst, dann kannst Du noch reich werden!" spottet der Indianer.

"Unser Zuckerhannes bekommt Geld, viel Geld und vielleicht in kurzer Zeit, das ist gewiß!" versichert der Spaniol sehr bestimmt.

"Hat jemand für ihn in die Lotterie gesetzt? fragt der Schlosserlehrling.

"Nein, noch nicht, aber ich habe ihm mein Geheimniß anvertraut und er wird jetzt in die Lotterie setzen, falls er frei ausgeht. Das ist sein sicherer Reichthum Numero Eins. Ferner hat der Spaniol noch ein Plänlein ausgeheckt, welches ich zwar nicht kenne, aber er ist der Musje Genie und darin liegt des Zuckerhansen Reichthum Numero Zwei. Das halbe Loos wird ihn schon zum gemachten Manne machen, er wird noch weiter hineinsetzen und dann fragen können, wie theuer der Schwarzwald sei!" versichert der Paul.

"Ach, Deine Lotterie hat Dir noch nicht einmal einen guten Rock, höchstens einen Zuchthauskittel verschafft, der Zuckerhans wird hübsch blau anlaufen!" lacht der Indianer.

"Ich muß arm bleiben bis zum 70. Jahre und vielleicht die andern 20 hindurch ebenfalls, das ist und bleibt mein Schicksal!" sagt der Paul sehr ernst.