"Werde ich reich, dann nehme ich den alten Paul zu mir. Er hat mir diesen Morgen seinen Rücken gezeigt und ich weiß, was ich zu thun habe. Wäre ich nur wieder frei!" meint der Zuckerhannes.

"Jetzt, da so große Dinge im Werke sind, wundert es mich nicht mehr, daß Du mit dem Paule und dem Spaniolen so gar viel Heimliches in der Nacht zu wispern hattest!" sagt der Schlosserlehrling zum Zuckerhannes.

In diesem Augenblicke nähern sich draußen auf dem Gange die Schritte eines Mannes, das Schlüsselbund klirrt, die Thüre geht auf und der Kerkermeister steht auf der Schwelle:

"Zuckerhannes, zieht euch an und kommt mit mir!"

"Haben die zwei gefangenen Freunde, welche sich vorgestern die Zähne in den Hals schlugen, das Versöhnungsfest gefeiert, he?" fragt der Spaniol.

"Hat man den "Schwanenhals" wieder erwischt? He, der ist Euch schön durchgebrannt trotz Eurer Vorsicht?" grinst das Affengesicht.

"Bringen Sie doch dem Juden da zwei Zentner Knoblauch, er riecht dann erträglicher!" spottet der Einäugige.

Der Kerkermeister gibt kurze Antworten, der Zuckerhannes legt Schuhe und Wammes an, bespiegelt sich in den blanken Westenknöpfen des Zimmercommandanten, fährt mit dem "Gesellschaftskamm" des Schlosserlehrlings ein paarmal durch die Haare und trabt alsdann neben dem Kerkermeister mit klopfendem Herzen fort.

Schlau lächelt der Paul, spöttisch der Spaniol, Beide schauen sich an und lachen alsdann laut.

Verhöre hat der Zuckerhannes genug bestanden.