Er hört nicht darauf.

"Der Moosbauer braucht Dich nicht mehr, er hat am Georgentag einen Andern eingestellt! ... Gehe nur und schaue, ob Du nicht den Bündel schnüren mußt!" schreit der Schadenfrohe und geht wieder ans Mähen, während er von Bankerten, Spitzbuben und ehrlichen Meisterknechten brummt, welche mit diesem unter Einem Dache leben müßten.

Im Mooshofe findet der Hans die Ehehalten nicht daheim, die Mägde sind freundlicher als der rohe Bläsi und freuen sich seiner Rückkehr.

Er geht in die Bodenkammer hinauf, öffnet seine Kiste, nimmt einen zehnfach von Leinwand umwundenen Geldbeutel heraus, zählt das Geld und nach wenigen Minuten befindet er sich auf dem Rückwege zum Amtsstädtlein und zum Gefängniß.

Hier übergibt er die meisten Sparpfenninge dem höchlich verwunderten Amtsdiener und bittet denselben, sie dem Spaniolen einzuhändigen.

"Diesem soll ich das Geld geben?" fragt der Gefangenwärter und schüttelt den Kopf.

"Ja, seid so gut und thut es je eher, je lieber, ich bin dem Spaniolen das Geld schuldig! ... Behüte Gott!" sagt der Zuckerhannes und eilt zum halbgeöffneten Thore hinaus.

"S'ist mir noch alleweil schwindlig! ... Ich meine, ich ginge auf den Welken des Seees statt auf festem Grund und Boden! ... Das macht das mondenlange Sitzen und die Augen schmerzen mich auch!" murmelt er und biegt in das Gäßchen ein, das hinter die Stadtmauer führt.

Der Zuckerhannes wandert fort und verliert sich selbst

Voll und klar schwebt die Mondesscheibe am Sommernachthimmel und zieht eine glänzende Silberbrücke über den Untersee. Schwül und heiß war der Tag, Alles freut sich der Kühle, welche der Abend brachte und während die Jungen des Dorfes scherzend und lachend in Rädchen stehen oder Arm in Arm singend durch die Gassen ziehen, sitzen die ältern Leute mit müden Gliedern und ruhigem Herzen meist noch auf den Bänkchen vor ihren Häusern im traulichen Gespräche.