Perkêo stieg zum Keller;
er kam nicht mehr herfür
und sog bei fünfzehn Jahre
am rheinischen Malvasier.

War's drunten auch stichdunkel,
ihm strahlte inneres Licht,
und wankten auch die Beine,
er trank und murrte nicht.

Als er zum Faß gestiegen,
stand's wohlgefüllt und schwer,
doch als er kam zu sterben,
klang's ausgesaugt und leer.

Da sprach er fromm: »Nun preiset,
ihr Leute, des Herren Macht,
die in mir schwachem Knirpse
so Starkes hat vollbracht:

Wie es dem kleinen David
gen Goliath einst gelang,
also ich arm' Gezwerge
den Riesen Durst bezwang.

Nun singt ein De Profundis,
daß das Gewölb' erdröhnt,
das Faß steht auf der Neige,
ich falle sieggekrönt.«

… Perkêo ward begraben. –
Um seine Kellergruft
beim leeren Riesenfasse
weht heut noch feuchte Luft.

Und wer als frommer Pilger
frühmorgens ihr genaht:
Weh' ihm! Als Weinvertilger
durchtobt er Nachts die Stadt.