„Pah, ihr ärgert euch nur, weil wir euch nicht einladen!“
„Wir wollen gar net kommen!“
„Doch, ihr ärgert euch.“
„Noi, wir gehen auf die Messe!“
Vom Gartenzimmer her erklang Tante Evas Stimme, und die Buben ließen ihre Spielsachen und ihre streitlustigen Nachbarinnen im Stich und liefen in das Haus zurück.
Herta und Irene sahen sich enttäuscht an. „Sie kommen wieder,“ sagte Herta. Aber die Buben kamen nicht wieder, die Zeit verging, die Mädel mußten einkaufen gehen; ihre Einladung hatten sie gar nicht angebracht. Wenn wir zurückkommen, sind sie vielleicht da, dachten sie, liefen fort, sputeten sich und fanden den Garten leer. Nun war es zu spät. Kleinlaut kehrten sie in das Haus zurück, sie ärgerten sich über die dummen Buben und hätten sie doch so gern eingeladen, denn Annedore kam und zwei Freundinnen mit ihren Brüdern, und allen hatten sie erzählt, die Buben würden kommen, denn sie hatten gemeint, die würden nur zu gern zu ihnen kommen.
Mathes und Peter aber hatten ihre Nachbarinnen mitsamt ihrer Gesellschaft schon wieder vergessen. Die waren mit Tante Eva schnell noch allerlei einkaufen gegangen und mit einem tüchtigen Mittagshunger heimgekommen. Und nach dem Essen rüsteten sie sich zum Messegang.
Und wieder benahm sich Hulda sehr sonderbar.
Die ging mit einem Gesicht einher, als sollte sie zehn Pfund Kieselsteine zerbeißen. Sie seufzte, als sie in die Bahn stieg, und sie seufzte, als sie wieder ausstieg, sie seufzte auch, als sie den Messeplatz betraten, und dann hatte sie gar keine Lust zum Töpflekauf, auch keine, sich etwas anzusehen, sondern erklärte, Kaffeetrinken wäre am besten.
„Dazu braucht man doch nicht auf die Messe zu gehen, das hat noch Zeit!“ Eva schlug vor, erst in ein Zaubertheater zu gehen, aber Hulda seufzte nur und klagte, sie fiele nächstens gleich um vor Kaffeedurst.