„Tutuut, tututuut!“ klang es ihm nach.
„Junge, bei dir rappelt’s wohl!“ Weiter sagte Hulda nichts, und als in der stillen Straße, durch die sie nun gingen, Peter noch einmal blies und Mathes auf seiner Trommel versuchte, doch noch etwas zu lärmen, schwieg Hulda dazu. Ja, sie schien es gar nicht zu hören; sie rannte erst, doch kurz vor dem Hause ging sie langsam, blieb vor der Türe stehen und flüsterte vor sich hin: „Der liebe Gott mög’s gut gemacht haben!“
Den Buben wurde es ganz feierlich zumute. Hulda sah so seltsam aus. Und dann schloß sie innen leise die Türe auf und sagte halblaut: „Macht keinen Lärm, Jungen, und geht gleich in eure Stube, ich will erst mal sehen, ob —“
Hulda konnte nicht weiter sprechen, die Türe vom Wohnzimmer tat sich auf, und Eva von Ringewald kam heraus.
„Tante Eva,“ riefen die Buben, „warum bist du mit dem Zigeuner weggegangen?“
Eva gab keine Antwort. Sie fiel der alten treuen Hulda um den Hals und machte es wie diese draußen auf der Messe, sie lachte und weinte durcheinander.
„Hulda, o Hulda, du hast es gewußt!“
„Der da war’s.“ Hulda zeigte auf Mathes, und dieser, der meinte, er würde angeklagt, schrie erschrocken, denn er war sich keiner Schuld bewußt: „Ich war’s net.“
„In deinem Brief hat’s gestanden.“
Mathes und Peter schwiegen vor Staunen. Sie verstanden kein Wort von dem, was Tante Eva und Hulda zusammen redeten; von Mathes’ Brief sprachen sie, und Hulda sagte, der wäre für sie wie ein Blitz gewesen, und Mathes hatte dabei doch nichts von einem Gewitter geschrieben.