„Aber ihre Mutter hat doch heute gedrahtet, sie wären abgefahren.“ Frau von Ringewald sah sehr besorgt drein. „Wenn ihnen nur nichts zugestoßen ist!“ sagte sie ängstlich.

„Vielleicht sind sie irgendwo sitzengeblieben.“ Eva lief noch einmal den Zug entlang, und in diesem Augenblick rief ein Schaffner in ein Abteil hinein: „Hallo, hallo! Was macht denn ihr da drinnen?“

Neugierig blickte Eva in das Abteil und sah darinnen auf den Bänken zwei Büblein liegen, die so fest schliefen, als lägen sie um Mitternacht in ihren Betten.

„Das sind sie,“ rief Eva, „ganz sicher, das sind sie!“

Der Schaffner grinste. „Wollen Sie die abholen, Freileinchen?“

„Ja,“ antwortete Eva, „die Beschreibung paßt.“ Und sie rief laut die Namen: „Mathes, Peter, wacht auf!“

„Rrrrrr“ schnarchte der eine, „pff, pff“ schnaufte der andere.

Der Schaffner lachte. „Na, die haben einen gesegneten Schlaf,“ meinte er, „die muß man anders wecken!“

Und geschwinde kletterte er in das Abteil hinein und hob eins, zwei die Buben von den Bänken und stellte sie hin. „Aufwachen!“ schrie er.

Da rissen die Sternbübles, denn sie waren es wirklich, ihre Augen so weit auf, so weit es ging. Weil ihnen die Umgebung aber gar zu fremd vorkam, dachten sie, sie träumten noch, und fanden, ausgeschlafen hätten sie noch nicht, und, pardauz, lag der Peter rechts auf der Bank und Mathes links auf der Bank und rrrrrr, pff, pff schnarchten und pusteten alle beide weiter.