Das war ein Wort!

Die Sternbübles merkten gleich, hungrig waren sie wirklich, und darüber vergaßen sie ihr Heimweh und kletterten nun ganz vergnügt aus dem Wagen.

Aus dem Hause kam ein älteres Mädchen in schwarzem Kleid mit weißer Schürze und weißem Häubchen. Es war die Köchin Hulda. Die sah Mathes und Peter an, als traute sie ihnen nicht recht, und als die beiden über die Schwelle stolperten, brummte Hulda: „Na, die sehen aus, als machten sie lieber zehn Dummheiten als eine.“

„Aber Hulda!“ sagte Eva von Ringewald vorwurfsvoll. „Die Buben sind so nett und bescheiden und nur ein bißchen schüchtern; die werden sicher nicht viel Mühe machen.“

„Naaa!“ Hulda sagte nichts weiter. Sie half Frau von Ringewald beim Aussteigen, nahm das Gepäck und folgte den andern in das Haus hinein.

Ringewalds bewohnten das Erdgeschoß, das sehr groß und geräumig war, und zu dem auch ein mäßig großer Garten gehörte, der auf der Rückseite des Hauses lag. Den Sternbübles aber, die an ihr geräumiges Heimathaus gewöhnt waren, erschien der Flur, in dem sie ihre Sachen ablegen mußten, recht klein und nicht sehr prächtig; Verstecken spielen ließ sich schwer darin.

„Erst mal waschen!“ sagte da Hulda, denn die mochte schmutzige Hände gar nicht leiden. Sie schob die Buben rasch in ein Zimmer, in dem alles schneeweiß und blitzsauber war. Zwei Betten standen darin und zwei Waschtische, und das allerschönste war ein weißes Schränkchen, hinter dessen Scheiben allerlei Spielzeug bunt hervorschimmerte.

„Das ist für euch, wenn ihr recht artig seid,“ erklärte Hulda, als sie sah, wie verlangend die Bübles nach dem Schränkchen schielten. „Aber erst wird gewaschen.“

Nun waren die Sternbübles gar nicht gegen eine tüchtige Wasserplantscherei eingenommen; warum sie sich aber gerade am hellichten Tage waschen sollten, während ihnen ein Schrank mit allerlei wundersamen Spielsachen vor der Nase stand, das begriffen sie nicht. Kaum also hatte Hulda das Zimmer verlassen, da witschten sie zum Schrank hin, um dessen Herrlichkeiten zu bewundern. Leider war der Schrank verschlossen, und Mathes und Peter konnten nichts weiter tun, als ihre Nasen an die Scheiben pressen und alles von außen ansehen.

Sie sahen ein paar geheimnisvolle bunte Kisten, einige kleine Wagen und Pferde, und just überlegten sie, was sie damit spielen wollten, als Hulda wieder in das Zimmer trat. „Jemine,“ schrie die, „ihr seht ja immer noch wie ein paar Feuerrüpel aus, und, ach du meine Güte, den Schrank habt ihr ja ganz beschmiert! Ich dacht’ es mir gleich, mit euch beiden kommt nur Ärger ins Haus.“