„Weil — weil ich doch in der Eisenbahn saßte und weil ich doch Schaffner war und weil — weil ich doch nach Berlin fahrte!“

Also im Spiel hatte ich ihn gestört, das war's. Herausgerissen aus seinem heiteren bunten Phantasieland hatte ich ihn.

Ich sagte ganz ernsthaft: „Schau, Bubi, nun bist du doch einmal ausgestiegen, da kannst du ja auch spazieren gehen. Wenn du heimkommst, fährst du dann weiter!“ — „Hm!“

„Marie, bringen Sie Bubis Mantel, wir gehen jetzt spazieren.“

Und er ging mit. Erst etwas mürrisch, dann so froh wie immer.

Mein — ich muß es leider gestehen — erster Sieg.

Doch ich hoffe mehr zu erringen. Ruhe und Geduld, ich will immer daran denken und auch daran, meinen Buben nicht zu rasch aus seinem Spiel zu reißen. Ich werde ja selbst ärgerlich, wenn man mich gedankenlos in meiner Arbeit stört, und dem Kinde ist das Spiel Arbeit, Betätigung, für die es ganz unbewußt von den Erwachsenen Verständnis fordert.

Was ist das, Bubi schreit nebenan! Ganz aufgeregt klingt seine Stimme. „Marie, Marie, Sie gehen ins Wasser.“ — „Ih nee!“ brummt Marie und schlurft aus dem Zimmer.

Ich gehe hinüber. Da sitzt Bubi auf einem Kissen auf dem Fußboden und ruft mir glückselig zu: „Ich bin Schiff, Mutti, fall nicht ins Wasser!“

Nein, ich will nicht in das rinnende klare Traumwässerlein treten, auf dem er so selig dahinfährt, wie der Schiffer auf dem blauen Meer der Insel des Glücks zuschifft.