„Ich vergraule sie doch!“ schrie Kasperle zornig.
„Wie denn?“
Da schwieg der kleine Schelm. Er wußte noch nicht wie, aber er wußte, etwas fiel ihm schon ein, und trotzdem die sanfte Freundin ein paarmal mahnte, keine Dummheiten zu machen, blieb er doch dabei: „Ich vergraule sie.“
Und dann saßen die beiden ungleichen Kameraden lange am Bächlein, erzählten sich dies und das, sprachen wieder vom Waldhaus, und viel zu früh ertönte des Haushofmeisters Pfeife.
„Jetzt ist sie vielleicht schon da,“ flüsterte Marlenchen scheu.
„Ich geh’ nicht!“ Kasperle blieb auf seinem Stein sitzen. Die Pfeife grillte und schrillte, er rührte sich nicht.
„Geh doch!“ mahnte Marlenchen.
„Nä!“ knurrte Kasperle wie ein kleiner Bär.
„Tirillili, tirillili!“ tönte die Pfeife. Kasperle rührte sich nicht.
Da endlich kam Veit angelaufen. „Kasperle, Kasperle, wo bleibst du denn?“