„Das ist noch nie geschehen,“ antwortete der Herzog.
Da fiel der Prinzessin etwas ein und sie rief: „Dann war es Kasperle.“
„Nein, der war es nicht. Der war eingeschlossen im Turm.“
„Er soll kommen, ich will ihn fragen!“
„Meinetwegen,“ brummte der Herzog.
Da wurde Kasperle geholt, und dem kleinen Schelm wurde es wind und weh bei dem Gedanken, die Prinzessin zu sehen. Dazu sagte ihm noch der Haushofmeister: „Kasperle, Kasperle, das wird bös! Sie denkt, du seiest das Gespenst gewesen.“
Jemine und Kasperle konnte doch nicht lügen! Dummheiten machen, ja, aber schwindeln, nein, das brachte er nicht fertig.
Da war er schon im Zimmer und der Herzog rief: „Hier kommt er.“
Kasperle sah vor Verlegenheit nicht rechts und nicht links, trat zaghaft auf, und weil er ohnehin auf dem glatten Boden schlecht gehen konnte, glitschte er und stolperte. Er wollte sich an einem Kammerherrn, der neben ihm ging, festhalten, beide verloren das
Gleichgewicht und rutschten in das Zimmer hinein, als wäre der Boden eine Eisbahn.