fliegt auf, fliegt auf!“ aber die Jungen konnten vor Angst ihre Flügel nicht heben. Sie flatterten erschrocken in den Nestern herum, und endlich sagte die älteste, würdigste Elstermadame, die schon viele Jahre in dem Neste wohnte: „Jetzt hacke ich ihm die Augen aus.“

Da schnitt Kasperle ein Hexengesicht und plumps sank die mutige Elster zurück. Sie jammerte laut vor Angst und in dem Augenblick dachte Kasperle: Wenn sie doch ruhig wäre!, denn von unten tönte lautes Rufen: „Kasperle, Kasperle! — Er ist ausgerissen, der Bösewicht,“ gellte eine Stimme und Kasperle hörte ganz genau, es war die Prinzessin, die rief.

Gewiß hatten sie die leeren Fässer entdeckt.

Das hatten der Herzog und seine Base nun wirklich getan. Sie waren, gefolgt von etlichen Dienern, in den Keller gekommen,

in dem die köstlichen Weine lagerten, und der Herzog hatte befohlen: „Von dem Faß in der Mitte.“

Da hielt der Diener den silbernen Krug unter und — kein Tropfen kam heraus.

Die Prinzessin schnupperte unterdessen in dem Keller herum und sie sagte: „Wie sehr es hier nach Wein riecht, nein, sonderbar!“

„Das Faß ist leer,“ meldete der Diener.

„Leer?“ rief der Herzog verdutzt. „Ja, wie kommt denn das?“ Er trat selbst an das Faß heran, pochte, schüttelte, — es war leer.