Und dann fanden sie die Turmtüre offen und kein Kasperle war zu sehen. Der Schelm war ausgerissen.

Als das der Herzog erfuhr, vergaß er Mittagessen und alles; er war bitterböse, rief, man solle überall suchen und die Landjäger ausschicken, um das Kasperle zu fangen.

„Und dann wird es aufgehängt,“ rief die Prinzessin Gundolfine.

„Nein, denn von einem toten Kasperle habe ich nichts,“ erwiderte der Herzog.

„Ach, aufhängen ist am besten!“

„Nein, es ist mein Kasperle!“

„Und mich hat es geärgert. Das Gespenst heute nacht war sicher auch Kasperle,“ rief die Prinzessin. „Er muß doch aufgehängt werden!“

„Nein!“ schrie der Herzog zornig, und so stritten sich beide eine ganze Weile herum, was mit dem Kasperle geschehen sollte. Sie hatten es aber noch gar nicht.

Unterdessen suchten die Diener überall herum. Veit sagte: „Ich suche im Wäldchen.“ Er dachte: Wenn ich da das Kasperle sehe, kann es noch ausreißen. Aber etliche Kammerherren sagten auch, sie suchten im Wäldchen, und der gute Veit mußte sich das gefallen lassen.

Kasperle sah sie alle kommen von seinem hohen Sitz aus. Jemine, klopfte da sein unnützes kleines Kasperleherz! Und die dummen