in seine Arme und streichelte ihn und sagte, er werde ihm immer dankbar sein. Es war wirklich fein.

Kasperle konnte nicht anders, er mußte ein paar Hopser machen. Dann zupfte er eifrig Marlenchen, zupfte den Herrn von Lindeneck und bettelte: „Kommt, kommt, der Herzog wartet!“

„Er mag warten.“ Der Schloßherr sah auf einmal aus, als sei er selbst der Herzog, und so gefiel es dem Kasperle noch besser. „Geh, Kasperle, sag ihm, wer ein Unrecht gutmachen wolle, der müsse auch den Weg finden zu dem, dem er Unrecht getan hat. Wirst du das bestellen?“

„Nä!“ rief Kasperle erschrocken. Das ging nicht so flink in seinen Kasperlekopf hinein, so etwas dem Herzog zu sagen.

Da rief Marlenchen mit klingendem Stimmlein: „Ich gehe mit dir, mein Herzenskasperle, ich fürchte mich gar nicht.“

„So geh!“ Der Herr von Lindeneck strich seinem blassen Mädel über die dunklen Locken, und Kasperle legte vergnügt seine Hand in die des zarten Kindes. „Herzenskasperle“ hatte ihn nur

manchmal die schöne Frau Liebetraut genannt, er war arg stolz darauf, daß Marlenchen ihn nun auch so nannte.

Eicke Pimperling war es nur halb recht, daß Marlenchen allein mit dem Kasperle gehen sollte. „Mit so’nem Laubfrosch!“ brummelte er eifersüchtig.