[Zwölftes Kapitel. Es geistert im Schloß]

[Dreizehntes Kapitel. Das Nest auf der Ulme]

[Vierzehntes Kapitel. Das traurige Marlenchen lernt lachen]

[Fünfzehntes Kapitel. »Geh zum Teufel!«]

Erstes Kapitel
Der Kasperlemann erzählt

„Bimmelimbim, hollahe, ich bin da!“ so rief unverdrossen ein Mann, der vor einem kleinen, mit einem roten Vorhang verhüllten Kasperletheater stand. Das Budchen befand sich auf einem großen Platz, auf dem es noch viele andere Buden gab, denn in dem Städtchen Wutzelheim war Schützenfest; dazu waren Karussellmänner und Schaubudenleute von weither gekommen. Um das Kasperlebudchen herum drängten sich die Kinder. Es sollte, so wurde gesagt, ein besonders lustiges Kasperle sein, das da spielte, und das

Zusehen war billig. Für einen Pfennig konnte man lange stehen, und manchmal konnte man sogar ausreißen, ohne den Pfennig zu bezahlen. Aber das taten nur wenige, die meisten gaben gewichtig ihren Pfennig hin, man mußte doch Kasperle belohnen.

Immer wieder tönte das Bimmelimbim des Budenbesitzers, immer mehr Kinder liefen herzu. Endlich ging der rote Vorhang auf, und Kasperle steckte seine große, große Nase heraus und fragte: „Seid ihr alle da?“

„Ja!“ scholl es im Chor.