Sie meinten aber alle beide die Prinzessin Gundolfine.
Nun gab der Graf Kasperle noch allerlei gute Lehren, sagte ihm, der Herzog sei eigentlich nicht böse, sondern nur oft schlecht gelaunt, er solle ihn ja nicht ärgern. Und dann küßte der gute Graf das Kasperle, und Kasperle bekam plötzlich schrecklich Angst vor dem Alleinsein und bat: „Nimm mich mit!“
„Kasperle,“ sagte der Graf, „du hast doch dein Wort gegeben, denn sonst hätte dein Michele nicht die Gräfin Rosemarie bekommen.“
Kasperle seufzte tief. Ja freilich, das hatte er, und selbst ein unnützes Kasperle hält sein Wort. Er versprach dem Grafen noch, erschrecklich brav zu sein, und dann ging der, und Kasperle trug ihm viele Grüße an Rosemarie und sein Michele auf.
Die beiden staunten, als der Graf von Singerlingen ihnen erzählte, er sei bei Kasperle gewesen. „So, und nun reise ich heimlich ab,“ flüsterte er der schönen Rosemarie zu. „Für die Prinzessin danke ich schön!“ —
„Man soll Kasperle holen,“ rief in dem Augenblick der Herzog, „er soll uns etwas vorkaspern!“
„Das muß ich noch sehen,“ flüsterte der Graf. „O weh, o weh, wenn da nur nicht eine Dummheit herauskommt!“
Ein paar Diener liefen und holten den Kasperlemann, holten auch Kasperle, der sollte in des Kasperlemanns Budchen spielen.
„Mach’s nur gut!“ ermahnte der Kasperlemann.
Schwipp! hatte er einen Nasenstüber von Kasperles Fuß bekommen.