„Schrecklich viel,“ riefen alle fünf, dann eilten sie hinaus, dem Stadtwald zu. Sie fanden, es sei ein wundervolles Vergnügen, Reisig zu suchen. Namentlich da so viele Äste am Boden lagen, da brauchte man nur zuzugreifen.
Ein bißchen naß war es zwar von dem gestrigen Regen, aber das störte die Kinder weiter nicht, sie suchten mit brennendem Eifer, und bald war der kleine Handwagen, den die Pantoffelmacherin ihnen mitgegeben hatte, hochbeladen. „Nun nehmen wir jeder noch ein kleines Bund auf den Rücken,“ schlug Jörgel vor, „na, dann soll Meister Hippel uns aber nicht auslachen!“
Wendelin brummte ein wenig, er war nicht sehr dafür eingenommen, daß er sich so oft bücken mußte, aber weil Brigittchen so voll Eifer war, tat er auch mit.
„Ich bin Pferd,“ rief Anne-Marte, als alle Bündel fertig waren.
„Ich auch,“ schrie Severin.
„Und wir sind Vorreiter,“ rief Jörgel und faßte Brigittchens Hand, und lustig ging die Fahrt los.
„Wendelin muß schieben. Aber ordentlich, nicht bloß so tun,“ gebot Anne-Marte.
Ein bißchen seufzend gehorchte Wendelin, er wäre lieber Kutscher gewesen und hätte sich ziehen lassen.
Das war eine lustige Fahrt durch den Wald mit dem beladenen Wagen. Die beiden Pferde rasten in wilder Eile vorwärts, aber die Vorreiter waren noch geschwinder. Am Rande des Wäldchens, da wo die Stadtmauer anfängt, stolperte Brigittchen plötzlich an einem kleinen Abhang, und trotz Jörgels freundlicher Mahnung, nicht zu fallen, lag sie plötzlich platt am Boden in dem feuchten Moos. Ihr erster Gedanke war: „Gut, daß ich mein weißes Kleid nicht anhabe.“ Dann aber sah sie auf einmal etwas Merkwürdiges vor sich im Moos liegen, und sie blieb einfach liegen, um sich das Ding genauer anzusehen.
„Steh doch nur auf,“ mahnte Jörgel, „hast du dich geschlagen?“