„Ich bin doch ein Kasperle, ein Kasperle,“ schrie Friede entsetzt, „huhuhu – ich habe gar keine Leibschmerzen.“ Und schwapp riß er sich los und rannte die Dorfstraße entlang, die Kinder alle hinter ihm her. „Kasperle, Kasperle!“ schrieen sie und holten ihn endlich auch ein. Nach langem Hinundherreden und Bitten entschloß sich Friede, noch einmal vor ihnen Kasperle zu spielen.

Sie fanden es alle wundervoll, nun sie wußten, daß es keine Leibschmerzen waren, und zuletzt spielten alle miteinander Kasperle, und es war ein solches Geschrei, ein solcher Lärm auf der Dorfstraße, daß alle Erwachsenen sagten: „Gut, daß nur einmal im Jahre Fastnacht ist.“

Der Kohlbauer brummte: „Wenn doch die dumme Fastnachtsfeier abgeschafft würde!“ und die Buben und Mädel seufzten abends in ihren Betten: „Ach, wenn doch nächste Woche wieder Fastnacht wäre!“

Wer hatte da nun recht?

Vorsicht, Gespenster!

Wenn in Oberheudorf Heine Peterle und Schulzens Jakob einmal fünf Minuten miteinander vernünftig sprachen, dann kam sicher eine Dummheit heraus. Waren gar noch Schnipfelbauers Fritz und Anton Friedlich dabei, dann wurde sicher ein sehr dummer Streich ausgeheckt. Hinterher, wenn die Sache vielleicht übel ablief und es nachher Schelte, Nachsitzen oder dergleichen schlimme Dinge gab, wunderten sich die Buben freilich allemal sehr; sie hatten immer gedacht, ungeheuer klug oder ausnehmend witzig zu sein.