In der Gasse dachten alle: Die Sternbuben kann man schelten und schief ansehen, so viel man nur will, sie machen sich nichts daraus, die haben eine dicke Haut. Aber das war nicht richtig, die Sternbuben kränkten sich wohl darüber, viel mehr als irgend jemand ahnte, und im Grunde wären sie viel lieber so gern gesehen und wohl gelitten gewesen, wie es die Grillschen Kinder waren. Die waren zwar auch wild, aber dann doch wieder folgsam und höflich und fleißig dazu, auch schimpften und fluchten sie nicht und streckten nicht ihre Zunge andern Leuten heraus.

Neidisch und sehnsüchtig zugleich sahen die beiden Raucher auf die lustigen Spaziergänger herab.

»Die Neue aus Indien geht gleich mit ihnen,« brummte Mathes.

»Hm,« knurrte Peter, »uns wird sie net anschauen!«

Mathes seufzte schwer, und der Bruder fragte kleinlaut: »Was hast, wird's dir auch übel?«

»Ich hab solche Sehnsucht!«

»Nach – – der Indianerin?« schrie Peter.

»Noi, nach dem Äffle, dem August.«

»Ja so – ich auch!«

Eine Weile schwiegen beide, dann sagte Mathes plötzlich: »Weißt, wir besuchen mal gleich Frau Tippelmann!«