— Und Feofar-Khan ist in Tomsk eingezogen?
— Gewiß.
— Weißt Du, ob die Tartaren sich schon der Stadt Kolywan bemächtigt haben?
— Nein, denn Kolywan steht noch nicht in Flammen.
— Ich danke, Freund. – Kann ich Etwas für Dich und die Deinen thun?
— Nichts.
— Auf Wiedersehen!
— Leb’ wohl!“
Nachdem Michael Strogoff noch fünfundzwanzig Rubel niedergelegt hatte vor dem unglücklichen Weibe, welches nicht einmal im Stande war, ihm zu danken, gab er seinem Pferde die Sporen und setzte den einen Augenblick unterbrochenen Weg fort.
Er wußte nun Eines: daß er es um jeden Preis zu vermeiden habe, Tomsk zu passiren. Eher schien es möglich, nach Kolywan zu gehen, wo die Tartaren noch nicht herrschten. Auch in dieser Stadt hatte er nichts Anderes zu thun, als sich zu stärken und mit dem Nöthigsten für eine sehr lange Tagereise zu versehen. Dann mußte er die Straße nach Irkutsk verlassen, um nach Ueberschreitung des Obi Tomsk zu umgehen, – einen anderen Ausweg sah er nicht vor sich.