— Hörst Du nicht hinter uns irgend ein Geräusch?

— Ja, wirklich.

— Das könnten Tartaren sein; wir werden uns verbergen müssen. Passe wohl auf!

— Warte ein wenig, Michael!“ erwiderte Nadia und ging die Straße einige Schritte, bis zu einer nahen Biegung rückwärts.

Michael Strogoff blieb, angestrengt lauschend, einige Augenblicke allein.

Nadia kehrte sehr bald zurück und meldete:

„Es ist ein Wagen hinter uns, den ein junger Mann führt.

— Ist er allein?

— So viel ich sehen kann, ja.“

Michael Strogoff zögerte einen Moment. Sollte er sich verbergen? – oder sollte er im Gegentheil bei der sich bietenden Gelegenheit versuchen, auf diesem Wagen, wenn auch nicht für sich selbst, so doch vielleicht für sie, einen Platz zu erhalten? Er würde sich damit begnügen, eine Hand auf den Wagen zu stützen; ja, er würde diesen selbst mit schieben, denn seine Füße versagten ihm voraussichtlich niemals den Dienst, aber er fühlte wohl, daß Nadia durch die lange, achttägige Wanderung vom Obi bis hierher am Ende ihrer Kräfte sein müsse.