— Dein Name …?
— Michael Strogoff.“
Es war Iwan Ogareff. Er hatte den Namen und Charakter desjenigen angenommen, den er unschädlich gemacht zu haben glaubte. In Irkutsk kannte ihn weder der Großfürst, noch irgend Jemand Anderes, so daß er sein Gesicht nicht einmal zu entstellen brauchte. Da er in der Lage war, seine etwa angezweifelte Identität zu beweisen, hatte er keine Entdeckung zu fürchten. Er schickte sich jetzt also an, nachdem er das Ziel durch seinen eisernen Willen erreicht hatte, durch Verrath und Meuchelmord das Drama des feindlichen Einfalles zu krönen.
Nach der Antwort Iwan Ogareff’s gab der [pg 2-189] Großfürst seinen Officieren ein Zeichen mit der Hand, worauf sich diese zurückzogen.
Der falsche Michael Strogoff und er blieben allein in dem Salon zurück.
Der Großfürst betrachtete Iwan Ogareff einige Augenblicke mit scharfer Aufmerksamkeit. Dann begann er:
„Du hast Moskau am 15. Juli verlassen?
— Ja, Hoheit, und habe Seine Majestät den Czaaren in der Nacht vom 14. zum 15. Juli im Neuen Palais gesprochen.
— Du hast einen Brief des Czaar?
— Ja, hier ist er.“