Da fiel es Michael Strogoff auf, daß von den beiden Journalisten nur der eine, Harry Blount, nach dem Dampfer zurück gekehrt war.
Sollte Alcide Jolivet die Abfahrt versäumen?
Aber gerade in dem Augenblick, als man die Taue löste, erschien Alcide Jolivet in vollem Laufe. Schon war der Steamer etwas abgestoßen und die Landungsbrücke auf den Kai zurück gerollt, der leichtfüßige Held der Feder bekümmerte sich darum nicht viel, mit der Gewandtheit eines Clown setzte er über die Lücke und fiel auf dem Deck des „Kaukasus“, fast in die Hände seines Collegen, nieder.
„Ich glaubte schon, der ‚Kaukasus‘ sollte ohne Sie weiter gehen, sagte Dieser mit einem Gesicht, das halb einer Feige und halb einer Weintraube ähnelte.
— Was da! antwortete Alcide Jolivet, ich hätte Sie schon einzuholen gewußt und sollte ich deshalb auch auf Kosten meiner Cousine ein Extraschiff chartern oder mit Extrapost, per Pferd und Werst für zwanzig Kopeken, nachreisen. Was meinen Sie? Vom Landungsplatze bis zum Telegraphenbureau ist’s eine tüchtige Strecke.
— Sie waren nach dem Telegraphen, fragte Harry Blount, dessen Lippen sich dabei zusammenzogen.
— Ja, ich bin dahin gegangen! erwiderte Alcide Jolivet mit dem liebenswürdigsten Lächeln.
— Nun, er ist bis Kolyvan noch in Ordnung?
— Das weiß ich nicht, kann Ihnen dafür aber versichern, daß er z. B. von Kasan nach Paris noch bestens in Gang ist.
— Sie gaben eine Depesche auf … an Ihre Cousine?…