– Nein.

– Ah so, sie haben jene also wohl aus dem Donegaler Armenhause übernommen?

– Ganz recht.

– Dann, beste Frau, konnten sie ja gar nicht in bessere Hände kommen. Und doch kommt es trotz sorgsamster Pflege vor, daß solche kleine Wesen erkranken. Das Leben eines Kindes hängt oft nur an einem Faden, und ich glaube gesehen zu haben, daß die eine Ihrer zarten Pfleglinge...

– Ich thue, was ich kann, mein Herr, unterbrach ihn die Hard, die ihren Wolfsaugen mit Mühe eine Thräne entpreßte. Ich wache Tag und Nacht über diese Kinder... oft darbe ich selbst, damit es ihnen nicht am Nöthigen fehlt. Das Armenhaus zahlt für die Erziehung der Kleinen gar zu wenig, kaum drei Pfund, bester Herr, drei Pfund Sterling für das Jahr...

– Das reicht allerdings nicht aus, liebe Frau, und es bedarf einer großen Opferwilligkeit Ihrerseits, um die Bedürfnisse der hübschen Kinder zu decken... Sie haben zur Zeit also zwei kleine Mädchen und einen Knaben?...

– Ja.

– Ohne Zweifel Waisen?

– Jedenfalls.

– Meine vielfachen Berührungen mit Kindern erlauben mir, das Alter der Mädchen auf vier und sechs Jahre, das des kleinen Knaben auf zwei Jahre abzuschätzen...