Jenseits des angebauten Gebietes dehnten sich unfruchtbare, sumpfige Ebenen aus, da und dort bedeckt mit Stechginster oder mit wilden Rosen, zwischen denen wucherndes Haidekraut blühte. Ueber den Fluren flatterten in dichten Schwärmen Krähen umher, die nach den eingesäeten Körnern suchten, oder Völker von großschnäbligen Sperlingen, die die neugebildeten Getreidekörner, zum argen Schaden für die Pächter auspicken.

Noch weiter hinaus stiegen stille Wälder von Birken und Lärchenbäumen auf, die in den steilen Abhängen der Berge wurzelten und die von den Winterstürmen, welche durch das schmale Thal des Cashen jagen, oft mit unheimlicher Gewalt geschüttelt und zerzaust werden.

Im Ganzen bildet diese Grafschaft Kerry ein merkwürdiges Land, das die Aufmerksamkeit der Touristen mit seinen Amphitheatern bewaldeter Höhen, seinen überraschenden Fernsichten, die durch die hyperboräischen Nebeldünste eher verfeinert erscheinen, entschieden mehr verdiente, als bisher.

Ein hartes, schlimmes Land ist es nur für die, die es bewohnen, eine knauserische Stiefmutter für die, die es bebauen.

Doch wenn nur die Ernte an Kartoffeln, der wirklichen Brodfrucht der Insel, in Kerry und den andern Grafschaften nicht versagt. Wenn das aber auf der Million dem Knollenbau eingeräumten Acres eintrifft, dann bedeutet es den Hunger mit allen seinen Schrecken.[3]

Wenn der fromme irische Bauer sein God save the Queen gesungen hat, dann sollte er es wirklich vervollständigen durch ein:

»God save the potatoes!«

IX.
Die Farm von Kerwan. (Fortsetzung.)

Am 20. October, nachmittags gegen drei Uhr, erschollen auf der nach der Farm von Kerwan führenden Straße laute Jubelrufe.

»Da kommt der Vater!