– Pack' Dich fort, Schlingel, oder ich stehe nicht mehr für meine Hunde ein!« rief der Graf Ashton.

Die Thiere, die der junge Piborne jetzt noch zu bändigen versuchte, wurden in der That immer wüthender und bedrohlicher.

Da zeigte sich auf der Freitreppe vor dem Mittelportale des Schlosses der Lord Piborne selbst in all seiner Majestät, und als er sah, daß Scarlett noch immer nicht nach Kanturk weggeritten war, stieg er gemessenen Schrittes die Stufen hinab, ging steif über den Ehrenhof und erkundigte sich nach der Ursache der Verzögerung und des jetzigen Lärmens.

»Wollen Eure Herrlichkeit entschuldigen, stammelte der Verwalter, es ist der Bursche hier, ein Bettelbube....

– Ich erkläre Ihnen nun zum dritten Male, daß ich kein Bettler bin, fiel ihm Findling ins Wort.

– Was will dieser Knabe also? fragte der Marquis.

– Er will nur mit Euer Herrlichkeit sprechen.«

Lord Piborne trat einen Schritt zurück, nahm eine möglichst vornehme Haltung an und richtete sich dabei in seiner ganzen Länge auf.

»Was haben Sie mir zu sagen?« fragte er.

Er duzte ihn nicht, obwohl er noch ein Kind vor sich hatte. Als Ausfluß höchster Vornehmthuerei redete der Marquis überhaupt niemand mit »Du« an, weder die Marquise, noch den Grafen Ashton – wahrscheinlich vor fünfzig Jahren nicht einmal seine eigene Amme.