– Und was denken Sie nun zu beginnen? wendete sich der Marquis wieder an Findling.
– Nun, ich kehre nach Newmarket zurück, wo ich mir bis jetzt mein Brod verdiente.
– Wollen Sie hier im Schlosse bleiben, so können Sie wohl in einer oder der andern Weise Beschäftigung finden.«
Das war gewiß ein verlockendes Angebot. Vom Herzen war es dem hochmüthigen, gefühllosen Lord Piborne aber keineswegs eingegeben, und von einem Lächeln oder einer Freundlichkeit war es auch nicht begleitet.
Findling empfand das ganz gut, und statt schnell zu antworten, begann er erst zu überlegen. Was er bisher vom Schlosse Trelingar gesehen hatte, gab ihm zu denken.
Er fühlte sich nicht angezogen von Seiner Herrlichkeit und von dessen Sohne Ashton, der recht spöttische, widerwärtige Züge besaß, und noch viel weniger von dem Verwalter Scarlett, dessen brutaler Empfang ihn empört hatte. Dabei gedachte er auch noch Birks. Wenn man ihm Aufnahme bot, so würde man Birk diese doch verweigern, und zu einer Trennung von seinem Genossen in guten und bösen Tagen könnte er sich doch niemals entschließen.
Immerhin mußte der Knabe, dessen Lebensunterhalt bis heute doch keineswegs gesichert war, dieses Anerbieten als einen Wink der Vorsehung betrachten. Die Vernunft rieth ihm, darauf einzugehen, da er es vielleicht zu bereuen gehabt hätte, wenn er nach Newmarket zurückkehrte. Nur der Hund bildete ein Hinderniß, doch davon zu reden, würde es ja eine Gelegenheit geben. Vielleicht nahm man ihn, und wäre es nur als Wachthund, schließlich dennoch mit auf. Von einer Stellung im Schlosse mußte er ja Vortheil haben, und bei der nöthigen Sparsamkeit...
»Na... bist Du mit Dir im Reinen? brummte der Verwalter, der ihn lieber hätte zum Teufel gehen sehen.
– Was werd ich verdienen? fragte Findling, den sein praktischer Sinn nie verließ, ohne alle Schüchternheit.
– Zwei Pfund Sterling monatlich,« erklärte Lord Piborne.