Dieser kam dadurch in nicht geringe Verlegenheit wegen Birks, da er nicht wußte, wer inzwischen für den Hund sorgen sollte.
Findling beschloß deshalb, Kat ins Vertrauen zu ziehen, die es gern übernahm, den Liebling des Knaben zu pflegen, ohne daß jemand davon etwas erführe.
»Beruhige Dich, mein Sohn, erklärte die gute Frau. Ich liebe Deinen Hund schon ebenso wie Dich, und er wird in Deiner Abwesenheit keine Noth leiden!«
Findling umarmte die freundliche Kat für diese Zusage, und nachdem er sie am Abend vor der Abreise noch mit Birk bekannt gemacht hatte, nahm er von dem treuen Thiere Abschied.
IV.
Die Seen von Killarney.
Die Abfahrt erfolgte, wie »höchsten Orts« bestimmt war, am Morgen des 3. August. Kammerdiener und Kammerfrau der Herrschaft bestiegen den Omnibus des Schlosses, der das Reisegepäck nach dem drei Meilen entfernten Bahnhof beförderte.
Findling begleitete sie, um speciell die Effecten seines jungen Herrn zu überwachen. Marion und John ließen auch das Kind »von niemand« sich dabei helfen, so gut es anging.
Der Groom machte seine Sache ganz vortrefflich, und das Gepäck des Grafen Ashton wurde unter seiner Aufsicht sorgsamst für den erwarteten Bahnzug zurechtgestellt.
Gegen Mittag traf – von der Straße längs des Flusses Allo – die Equipage vom Schlosse ein, der nun Lord und Lady Piborne entstiegen. Da mehrere Personen aus der Vorhalle des Bahnhofs traten, um die hohen Reisenden – natürlich aus respectvoller Entfernung – zu sehen, konnte der Graf Ashton die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, mit seinem Groom eine Vorstellung zu geben. Er rief ihn nur »Boy« (Junge), wie er dies gewöhnt war, und als dieser an den Wagen herantrat, bekam er einen ganzen Packen Reisedecken an die Brust geworfen, so daß er von dem Stoße fast hinfiel, was die Umstehenden weidlich zu belustigen schien.
Der Marquis und die Marquise begaben sich nach dem für sie reservierten Coupé eines Waggons erster Classe. John und Marion richteten sich in zweiter Wagenclasse ein, forderten aber den Groom nicht auf, bei ihnen Platz zu nehmen. Dieser mußte vielmehr ein andres leerstehendes Coupé besteigen, was er gerade für den Anfang der Reise nicht im mindesten bedauerte.