Damit wandte auch er sich der Dripsey zu, als der Hund, laut anschlagend, eben in das Wasser sprang.

Höchst erstaunt sprang der Knabe mit einigen Sätzen an das Ufer und wollte seinen Hund rufen....

Da gewahrte er den Körper eines Kindes, der von der Strömung hinweggeführt wurde. Der Hund hatte ihn an den Kleidern oder vielmehr an seinen Lumpen gepackt. Die Dripsey ist aber voller Wirbel und deshalb ein recht gefährliches Wasser. Birk bemühte sich, ans Ufer zurückzuschwimmen, was ihm nur schwer gelingen zu sollen schien, da das Kind sich krampfhaft an dem Thiere festhielt.

Findling konnte schwimmen; Grip hatte es ihm ja seiner Zeit gelehrt. Jetzt warf er ohne Zögern die Jacke ab, doch da erreichte Birk mit einer letzten Anstrengung das Ufer.

Findling brauchte sich nur zu bücken und das Kind an der Kleidung zu fassen, um es in Sicherheit zu bringen, während der Hund sich freudig bellend schüttelte.

Das Kind war ein Knabe von höchstens sechs bis sieben Jahren. Die Augen hatte er geschlossen, der Kopf hing schlaff herab und das Bewußtsein hatte er verloren....

Wie erstaunte Findling aber, als er dem Kleinen die herabhängenden nassen Haare aus dem Gesicht gestrichen hatte....

Das war ja der hübsche Bursche, den der Graf Ashton vor kaum zwei Wochen so rücksichtslos mit der Peitsche geschlagen hatte, und wobei Findling für seine mitleidige Intervention von dem jungen Piborne so heftig ausgescholten wurde.

Seit vierzehn Tagen irrte das arme Kind plan- und ziellos auf der Landstraße umher. Im Laufe des Nachmittags mochte er an die Dripsey gekommen sein... hatte wohl seinen Durst löschen wollen, war dabei ausgeglitten und vom Strome fortgerissen worden, und jetzt wäre er jedenfalls, wenn Birk ihn nicht in letzter Minute rettete, in einem Wasserwirbel versunken.

Nun galt es, den Knaben wieder zu sich zu bringen, was Findling so gut wie möglich versuchte.