– Sie wissen auch, Marquise, wie alles zugegangen ist. Wir sind in Newmarket angekommen, ohne die Kalesche verlassen zu haben. Laird hat uns an der Schwelle seines Hauses empfangen. Ich zeigte ihm sofort die Schriftstücke und erbot mich, das Geld bei ihm zu deponieren. Er hat darauf geantwortet, daß er für jetzt weder des einen noch des andern bedürfe, unter dem Hinzufügen, daß er selbst nach dem Schlosse kommen werde, wenn es Zeit sei, gegen die Anmaßungen des Kirchspiels aufzutreten.

– Gegen die schmählichen Anmaßungen, die früher als Attentate auf die grundherrlichen Rechte betrachtet und bestraft worden wären...«

Hiermit sprach die Marquise nur eine Auffassung aus, der der Marquis in ihrem Beisein oft ganz gleichlautenden Ausdruck gegeben hatte.

»Daraus ergiebt sich, nahm Seine Herrlichkeit wieder das Wort, daß ich mein Portefeuille behalten habe, daß wir bald wieder in den Wagen gestiegen sind und das Schloß gegen sieben Uhr, als es bereits zu dunkeln anfing, erreicht haben.«

Der Abend war finster gewesen, denn der Vorgang fiel noch in die letzte Aprilwoche.

»Jenes Portefeuille nun, berichtete der Marquis weiter, das ich bestimmt in die rechte Brusttasche meines Pelzes gesteckt habe, kann ich nun nicht mehr finden.

– Vielleicht haben Sie es bei der Heimkehr auf den Tisch Ihres Cabinets gelegt?

– Das vermuthete ich auch, Marquise, habe aber vergeblich unter meinen Papieren danach gesucht.

– Seit gestern ist doch niemand hierher gekommen?

– Doch... John... mein Kammerdiener... dem kann ich aber vertrauen...