– Es ist immer klug, die Leute im Verdacht zu haben, erwiderte Lady Piborne.

– Uebrigens wär' es möglich, fuhr der Marquis fort, daß mein Portefeuille hinter ein Kissen in der Kalesche geglitten wäre.

– Das müßte einer der Lakeien entdeckt haben, und wenn er die hundert Pfund Sterling nicht für eine gute Prise ansah...

– Ach, die hundert Pfund, unterbrach sie Lord Piborne, von denen will ich nicht viel reden; doch die Familienpapiere, die unsre Rechte gegenüber dem Kirchspiel nachweisen...

– Gegenüber dem Kirchspiel, pah!« sagte Lady Piborne.

Man hörte es, daß das Herrenhaus aus ihrem Munde sprach und daß sie die Insassen des Kirchspiels als untergeordnete Vasallen ansah, deren Ansprüche ebenso bedauernswerth, wie respectwidrig waren.

»Wenn wir nun, aller Gerechtigkeit zum Hohne, fuhr sie fort, diesen Proceß verlieren sollten...

– Und wir verlieren ihn ganz sicher, erklärte Lord Piborne, wenn wir jene wichtigen Acten nicht vorzulegen im Stande sind...

– So würde das Kirchspiel in Besitz der hundert Acres Wald kommen, die an den Park grenzen und seit den Plantagenets zur Domäne der Piborne gehört haben?

– Ja, Marquise.