Der Boden stieg immer mehr an. Bald breitete sich das ungeheure Plateau von Chilpanimyo, auf dem das schönste Klima in ganz Mexico herrscht, bis zur entfernteren Grenze des Horizontes vor ihren Blicken aus. Dieser Landstrich, welcher ganz den Ländern unter der gemäßigten Zone gleicht, erhebt sich an 1500 Meter über das Meer und kennt weder die erstickende Hitze der Niederungen, noch die Fröste der höher gelegenen Gegenden. Diese paradiesische Oase zur Rechten lassend gelangten die beiden Spanier nach dem kleinen Dorfe San-Pedro, nahmen aber nach dreistündiger Rast wieder ihren Weg nach der kleinen Stadt Tutela-del-Rio auf.
»Wo werden wir diese Nacht schlafen? fragte Martinez.
— In Tasco, Lieutenant, antwortete José. Im Vergleich zu diesen Dörfern eine große Stadt.
— In der man ein gutes Unterkommen findet?
— Gewiß, unter schönem Himmel und in einem herrlichen Klima. Dort brennt die Sonne nicht so heiß, wie an der Meeresküste. Hier geht es immer unbemerkt bergauf und man kommt nach und nach dahin, auf dem Gipfel des Popocatepetl zu – erfrieren.
— Wann kommen wir auf die Berge, José?
— Uebermorgen Abend, Lieutenant, und von ihrem Kamme aus werden wir, freilich in großer Entfernung, unser Reiseziel erblicken. O, Mexico ist eine Stadt von Gold! Wissen Sie, woran ich eben dachte, Lieutenant?«
Martinez gab keine Antwort.
»Ich fragte mich, was aus den Offizieren der Brigg und des Linienschiffes, die wir auf dem Eiland aussetzten, geworden sein könne.«
Martinez erzitterte.