Alles schien still und verlassen.

Plötzlich sah er eine Art Spirale sich im Schatten bewegen.

Es war eine kleine Schlange, deren Kopf sich von einem großen Steine zermalmt zeigte, während der übrige Körper noch wie unter dem Einfluß eines galvanischen Stromes zuckte.

»Hier ist irgend Jemand gewesen!« rief der Lieutenant.

Abergläubisch und schuldbewußt sah sich Martinez nach allen Seiten um. Er begann zu schaudern.

»Wer, wer mochte das sein? … murmelte er.

— Nun, wie steht's? fragte José, der jetzt auch hinzukam.

— Es war Nichts! antwortete Martinez. Brechen wir auf!«

Die Reisenden ritten nun stromaufwärts längs der Mexala, einem kleinen Zuflusse des Rio Balsas, dahin. Bald verriethen ihnen einige Rauchsäulen die Gegenwart von Menschen, und die kleine Stadt Tutela-del-Rio zeigte sich ihren Blicken. Da die Spanier jedoch Eile hatten, noch vor Anbruch der Nacht Tasco zu erreichen, verließen sie jene wieder nach einer ganz kurzen Rast.

Der Weg ward nun sehr steil und uneben, so daß sie nur im Schritt, übrigens die gewohnte Gangart ihrer Pferde, vorwärts kamen. Da und dort erhoben sich Olivenwälder auf den Berglehnen. Sowohl der Boden, als auch die Temperatur und Vegetation erwiesen sich hier wesentlich verschieden gegen früher.