»Kameraden, begann Martinez, Dank den unerwarteten Havarien haben das Linienschiff und die Brigg bei den Mariannen Anker werfen müssen, wodurch mir Gelegenheit geboten wurde, mit Euch unbelauscht zu sprechen.
— Bravo! tönte es schon bei diesem Anfange aus allen Kehlen.
— Sprechen Sie, Lieutenant, riefen mehrere Matrosen, und lassen uns Ihre Absichten hören.
— So vernehmt meinen Plan, erwiderte Martinez. Sobald wir uns der beiden Schiffe bemächtigt haben, steuern wir nach der Küste von Mexico. Ihr wißt, daß der neue Bundesstaat noch aller Seewehr entbehrt. Dort wird man unsere Schiffe unbesehen ankaufen, wodurch nicht nur unsere fehlende Löhnung herauskommt, sondern wir auch noch einen Ueberschuß gleichmäßig zur Vertheilung bringen können.
— Einverstanden!
— Und welches Signal verabreden wir, um auf beiden Schiffen gleichzeitig zu handeln? fragte der Mastwart José.
— Von der Asia wird eine Rakete aufsteigen, erwiderte Martinez. Dann brecht los! Wir sind Zehn gegen Einen, und die Officiere des Linienschiffs und der Brigg müssen überwältigt sein, bevor sie zur Besinnung kommen.
— Wann ist jenes Signal zu erwarten? erkundigten sich einige Bootsleute der Constanzia.
— In einigen Tagen, sobald wir uns auf der Höhe der Insel Mindanao befinden.
— Die Mexicaner werden uns aber mit Kanonenkugeln empfangen, bemerkte der Mastwart José. Wenn ich nicht irre, hat die Bundesregierung ein Decret erlassen, alle spanischen Fahrzeuge strengstens zu überwachen und zu beobachten, so daß uns statt des erhofften Geldes vielleicht eine Ladung Eisen und Blei bescheert wird.