— Darüber beruhige Dich, José! antwortete Martinez, wir werden uns schon von fern her zu erkennen geben.
— Und auf welche Weise?
— Wir hissen an der Gaffel die Flagge Mexicos.«
Bei diesen Worten entrollte der Lieutenant vor den Augen der Empörer ein grün-weiß-rothes Flaggentuch.
Tiefe Stille entstand angesichts dieses äußeren Zeichens der Unabhängigkeit Mexicos.
»Nun, sehnt Ihr Euch etwa schon wieder nach den Farben Spaniens? rief der Lieutenant im Tone des Spottes. Wohlan, wer diese Sehnsucht spürt, der trenne sich von uns und fahre mit gutem Winde [pg 2-231] unter dem Commando des Kapitäns Don Orteva oder Don Roque's. Wir, die wir entschlossen sind, den Gehorsam zu kündigen, werden schon unser Ziel erreichen.
— Ja wohl! Gewiß! rief die ganze Versammlung.
— Kameraden! fügte Martinez noch hinzu, unsre Officiere beabsichtigen mit Hilfe der Passatwinde nach den Sunda-Inseln zu steuern; wir werden ihnen aber zeigen, daß man auch ohne sie gegen die Moussons des Stillen Oceanes laviren kann!«
Die Theilnehmer dieser geheimen Zusammenkunft gingen aus einander und kamen von verschiedenen Seiten her wieder nach ihren zugehörigen Schiffen.
Am folgenden Tage lichteten die Asia und die Constanzia mit Tagesanbruch die Anker und mit vollen Segeln fuhren die Brigg und das Linienschiff nach Südwesten, in der Richtung auf Neuholland, ab. Lieutenant Martinez verrichtete wieder seinen Dienst, wurde aber auf Anordnung des Kapitäns Orteva aufmerksam beobachtet.