„Die Schändliche! Sie sieht sich entdeckt!“ rief es in seinem Innern und laut fragte er im Tone der Ueberraschung: „Aber was ist Dir geschehen?.. Was hast Du, Cölestine?“

„Dein Blick —“ erwiederte sie — „hat mich erschreckt.“

„Mein Blick —?“

„Noch nie sah ich Dich so —“

„Eine Einbildung von Deiner Seite — ein Zufall — eine Kleinigkeit von der meinen; die Nachwirkung vom gestrigen Unwohlsein...“

Inzwischen ward das Frühstück hereingebracht; der Graf verabschiedete mit einem Winke die Dienerschaft und führte seine Gemahlin zum Tische — welcher vor einem Divan stand, worauf jetzt Beide Platz nahmen....

Er langte wacker zu — er hatte freilich auch gestern den ganzen Tag nicht gegessen; indeß auch ohne diesen Zufall hätte er sich zum Essen gezwungen; es gehörte zu seiner Rolle. Sie jedoch berührte nichts und dies — dies schien er gar nicht zu bemerken. —

„Kannst Du, meine Freundin, mir nicht sagen,“ fing er wieder an — „ob wir den Chevalier noch lange in unserer Stadt behalten werden?“

„Welchen Chevalier?“